Chinas EV-Markt fiel im Q1 um 20 Prozent nach Subventionsende. Deutsche Marken halten 1,6 Prozent.

Der Subventionswegfall traf das Einstiegssegment am härtesten. Für die deutschen Marken sind 19.200 kombinierte Q1-Zulassungen über fünf Namenszeichen ein Negativrekord.

Chinas EV-Markt fiel im Q1 um 20 Prozent nach Subventionsende. Deutsche Marken halten 1,6 Prozent.

Chinas Elektrofahrzeugmarkt schrumpfte im ersten Quartal 2026 um fast 20 Prozent, wobei die Gesamtzulassungen auf 1,2 Millionen Einheiten fielen, nachdem staatliche Kaufsubventionen zum Jahresende ausgelaufen waren. Diese Subventionen hatten bis zu einem Drittel des Kaufpreises im Einstiegssegment abgedeckt; ihr Wegfall löste eine Nachfragekorrektur aus, die die Branche erwartet, aber nicht vollständig eingeplant hatte.

Am stärksten betroffen ist BYD. Bei einem Rückgang der heimischen EV-Verkäufe um rund 40 Prozent schwenkte das Unternehmen auf Exporte um und verschiffte im ersten Quartal 2026 mehr als 300.000 Fahrzeuge, über 100.000 mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Geely verdoppelte sein Exportvolumen nahezu auf 147.300 Einheiten. Beide Reaktionen sind inhaltlich richtig und rechnerisch unzureichend: Inlandsverluste in diesem Ausmass übersteigen das, was Auslandsmärkte in einem einzigen Quartal aufnehmen können.

Deutschlands Position hat einen Bereich erreicht, der ein anderes Wort als "schwierig" erfordert. Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche liessen zwischen Januar und März zusammen 19.200 Elektrofahrzeuge in China zulassen. Fünf Marken, jahrzehntelange kombinierte Präsenz im Markt, und ein Anteil von 1,6 Prozent. VWs EV-Verkäufe brachen im Jahresvergleich um 72 Prozent ein. BMW fiel um 65 Prozent. Mercedes hielt sich mit einem Rückgang von 14 Prozent vergleichsweise besser.

Die deutschen Hersteller reagieren mit lokalem Co-Engineering statt Neupositionierung bestehender Modelle. VW entwickelt Fahrzeuge in Partnerschaft mit Xpeng und präsentiert den ID. Aura T6 und den ID. Unyx 09 auf der Automesse Peking; lokale Entwicklung hat die Entwicklungskosten um mindestens 40 Prozent gesenkt. Audi erweitert seine bei SAIC angesiedelte AUDI-Marke und bereitet ein drittes rein elektrisches Modell vor. Mercedes und BMW bekennen sich zu chinesischen Spezialmodellen, die im Land selbst gefertigt werden.

Bank-of-America-Analyst Horst Schneider bezeichnete eine kurzfristige Erholung der deutschen EV-Verkäufe in China als "nahezu unmöglich". Die 19.200 kombinierten Zulassungen aus dem ersten Quartal 2026, von fünf Marken, die einst den globalen Luxusmassstab definierten, stützen diese Einschätzung.

Based on reporting and imagery from carscoops.com.